Auf Wiedersehen Afrika…

Freitag, 10.01.2014

...nach 6 Monaten Afrika, 6 Wochen Abenteuer mim Auto durch 3 Länder und über 9000 zurückgelegte Kilometer, geht es nun in 3 Tagen wieder zurück nach Deutschland. Ich hoffe euch haben meine Blogeinträge gefallen und ich freue mich auch schon euch alle endlich wieder zu sehen. Ich verabschiede mich mit ein paar Bilder von unserem Trip … bis bald, euer Janis!

Wildcoast...Ballito Beach, Dolphin Coast...Durban Backpackers...Potholes in Graskop... ...unsere Herberge am Fluss ... unser Auto hat alles gemeistert... Canyon... das nenn ich mal Schlaglöcher... ex. Mafia Mansion in Joburg... ein bisken Kultur... World of Beer... Joburg City... erster Stop in Botswana... zweiter Stop in Botswana... Kfz-Werkstatt-Botswana-Style... ... immer weiter... Namibia...auf dem Weg in die Wüste... ... Bester Snack... namibianisches Biltong!Namibia, Svakopmund...Heiligabend...Springbok, Südafrika... Aufstieg, Tablemountain......1. Januar, Sonnenaufgang in Kapstadt... Wellington... und wieder Wine-Tasting... Abkühlung... jetzt ne doppelte Abkühlung... Ausblick vom Haus... über die Berge nach Mossel Bay...       

Hai Attacke ... in Mossel Bay ...

Montag, 06.01.2014

da isser... happa happa... nicht so gierig... ... unter Wasser... ohoh...

Botswana…

Montag, 23.12.2013

… nachdem wir ein paar Tage bei nem Kumpel in Joburg verbracht haben, sind wir dann am 18. nach Botswana, einem Nachbarland von Südafrika, aufgebrochen. So einen Grenzposten habe ich noch nie gesehen, vielleicht liegt das auch daran, dass die Grenzen in Europa offen sind aber ich glaube auch vor der Zeit des Schengener Abkommens hat es keine so unübersichtlichen und verwirrenden Grenzen gegeben. Zuerst einmal wussten wir überhaupt nicht wo wir hin mussten und es war auch niemand da, der uns sagen konnte was zu tun war. Nach kurzer Suche haben wir dann allerdings ein Büro gefunden wo wir dann den ersten Stempel bekommen haben. Das kann doch jetzt noch nicht alles sein? War es auch nicht! Ein paar 100m weiter durch unübersichtliche Straßen und Tore war dann noch ein Büro. Im Gegensatz zur Fleischtheke oder Kentucky Fried Chicken in Südafrika, vollkommen unterbesetzt. Dazu kam noch, dass man durch die dicke Panzerglassscheibe kaum ein Wort der Sachbearbeiter verstehen konnte. Nach ein paar Formularen hatten wir dann auch den zweiten Stempel. Endlich raus hier dachten wir. Schön wärs. Wir wurden dann erstmal zum nächsten Raum geschickt wo eine Mitarbeiterin für ca. 8 Schalter zuständig war. Dann begann die Schnitzlejagd, wir wurden mehrere Male von einem zum anderen Schalter geschickt und wussten dabei nicht mal was wir machen mussten oder nach welchen Papieren wir jetzt fragen mussten. Zum Glück hat eine Familie, die diese Grenze wohl schon öfters passiert hat, unsere fragenden Blicke gesehen und uns gesagt, dass wir einfach nur nach einem speziellen Stempel fragen mussten wenn wir nichts anzumelden hätten. Die Mitarbeiterin wollte uns diesen allerdings einfach nicht geben, aus welchem Grund auch immer. Dann reichte es dem Vater der Familie und er nahm unseren Wisch und ging zum Schalter, schob sich an der Schlange vorbei und den Zettel durch den Schlitz, innerhalb von 2 Sekunden war der Zettel abgestempelt und wir waren endlich fertig. Am letzten Tor zu Botswana stand dann ein Mann in Zivil der weder unserem Zettel noch unseren Pässen eines Blickes würdigte…

… dann hieß es vorsichtig zu unserem Hostel fahren, da es schon dunkel war und man in Botswana im dunkeln nicht mehr Auto fahren sollte, weil regelmäßig Kühe, Ziegen, Esel und andere Tiere über die Straßen laufen.

Auf diese Tatsache wurden wir dann am nächsten Tag auch nochmal von der Polizei hingewiesen, die uns im Rahmen einer Polizeikontrollaktion herausgewunken hatte. Wir wurden dann in ein Zelt neben dem Highway gebeten. Malte war schon ein wenig nervös da er seinen Führerschein seit einigen Wochen nicht mehr finden konnte und zu dem Zeitpunkt der Fahrer war. Allerdings gab es keinen Grund zur Sorge. „Hallo Jungs, alles gut bei euch? Wie läuft eure Reise? Bitte haltet euch an die Geschwindigkeitsbegrenzung und fahrt sicher! Passt auf die Tiere auf! Dann noch eine weitere gute Reise and drive save!“ Das war alles, was uns der Mann, wir sind uns nicht mal sicher ob er überhaupt ein Polizist war, sinngemäß mitgeteilt hat.

Nach 3 Tagen Reise durch Botswana haben wir dann einen Stop in „Maun“ eingelegt und einen Tagestrip durch das größte Inlands Delta der Welt unternommen. Mit einem ortskundigen Einheimischen sind wir dann in einer Art Gondel, stundenlang durch die seichten Gewässer geschippert und haben einen Safari-Spaziergang auf einer Insel gewagt. Zum Glück jagen die Löwen und Geparden nur am frühen morgen oder am späten Nachmittag! Hier haben wir jedenfalls zum ersten Mal wirklich Tiere in der „komplett“ freien Wildbahn gesehen . Die Giraffen haben uns schon von weitem gemustert und haben dann auch nach dem Anblick von Maltes Haaren das Weite gesucht. Es war auf jeden fall mal etwas anderes als die ganzen National Parks und Game Reserves, wo die Tiere neben den Autos stehen und ungestört daneben her schlendern.

Am nächsten Tag haben wir uns dann auch schon in Richtung Namibia aufgemacht. In Botswana gibt es hin und wieder immer mal ein paar „Polizei-Posten“, wo nie klar ersichtlich ist was diese bezwecken sollen. An einer von diesen, mussten wir beide austeigen und unsere Schuhe in einem kleinen Becken desinfizieren, weil in dem Gebiet wo wir her kamen, wohl irgendeine Krankheit zugange war. Da wir derzeit eigentlich nur barfuß oder mit Flip-Flops reisen, mussten wir in einem kleines Becken von circa einem halben qm² unsere Füße (Flip-Flops) desinfizieren. Dieses besagte „Becken“ sah aus als ob in dort alle Krankheiten dieser Welt vereint gewesen wären. Malte und ich waren später der festen Überzeugung, dass sich diese „Polizei-Posten“ nur ein wenig die Langeweile vertreiben wollten und das auf Kosten der unwissenden und naiven Touristen. Aber egal…

Von Botswana nach Namibia haben wir ungefähr 10 Stunden gebraucht. Das erklärt vielleicht auch meinen Redebedarf, da die Landschaft nicht immer so fesselnd war wie in Südafrika. An der Grenze zu Namibia hatten wir dann auch wieder unseren Spaß, aber das ist eine andere Geschichte.

Derzeit sind wir in Windhoeck, der Hauptstadt von Namibia. In Namibia leben sehr viele Deutsche auf Grund der Kolonialzeit und es gibt leckeres Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot :P

Morgen früh geht es auf nach Svakopmund der wohl deutschesten Stadt außerhalb von Deutschland, wo wir die Feiertage verbringen werden. Falls ihr bis zu diesem Punkt gelesen habt, seit ihr entweder gelangweilt, oder meine Mutter ;)

Ich wünsche euch jedenfalls ein besinnliches Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bis dahin und machtet jut…

..achja, und natürlich liebe Grüße auch von Malte…

P.S.:  wie immer: wer Rechtschreib- oder Grammatikfehler findet ist more than welcome diese zu behalten …

Bis Januar, Cheers…

Der Anfang des Deltas... ... unser Boot... ... wilde Zebras... ...das war mal eine Schildkröte :( die Einheimischen... ... auf Erkundungstour... Aufmerksamkeit geweckt... nichts wie weckkk... ... Heimweg... ... Danke an Papas Camera... ... ... ein letzter Schluck!

Kruger...

Samstag, 14.12.2013

...nach 4 Tagen Kruger National Park und ingesamt über 30 Stunden im Auto hatten wir dann auch genug. Jetzt sitzen wir gerade in Johannesburg und planen unsere nächsten Tage...

Kudu Moppeds... Hallo! ja gehst du weg da! endlich Rhinos... ... ... chillende Löwen... Vögelchen... ... ... süß... Croco ... ... Familie beim Lunch... und wieder Hippos... ... ... auf die plätze, fertig... ...los! abkühlen... voll das süße... ... ? ... wenn Blicke töten könnten... Hyänen halten den Verkehr auf... Löwe in der Dämmerung... ... ... ne Runde dösen... Geier... ... ... ... ... südafrikanischer Storch? ... ...  ... siehst dus? Taxi gefällig? Eichhörnchen... ich sag nur Rückwärtsgang!!! da ist wohl was gestorben... ... ein Bäumchen... kleine Wildferkelchen...  komischer Vogel... schwarz, weiß, grün bis in den Tod......

Rest in Peace Madiba…

Sonntag, 08.12.2013

…eigentlich war es ja abzusehen. Die Stimmung im Hostel war trotzdem sehr gedrückt, die Musik stoppte und alle starrten schweigend auf den Fernseher wo Zuma der President die traurige Nachricht verkündete...

.. die Tage waren wir in St Lucia wo wir Hippos und Crocs gesehen haben. Zuerst haben wir eine kleine Erkundsungstour am Ufer gewagt, dann haben wir allerdings doch auf die Touri-Führung zurüchgegriffen...

… die ersten 1500km liegen hinter uns. Wir sind gerade in Nelspruit in der Nähe vom Kruger National Park und planen unsere nächsten Tage

… morgen gehts zum Park und wir gucken mal was uns so erwartet...

Beware of Hippos... Blick vom Ufer ...auf Spurensuche... ! Füttern verboten erstes Hippo vom Boot aus kleine Birdies kleine Crocs ... ... ... Hippo-Gruppe so sieht es aus wenn sie stehen Kinder beim spielen... ...bis einer weint immer nur am chillen... noch noch mehr Vögelchen... südafrikanischer Eagle......

Goodbye liebes, kleines, schönes, hässliches Grahamstown…

Mittwoch, 04.12.2013

… es waren sehr schöne 4 ½ Monate, auch wenn du an sich nicht viel zu bieten hattest haben wir doch definitiv das Beste draus gemacht. Besonderer Dank geht an …

-          Botha Boys ( für eure Gasfreundschaft, für die vielen interessanten Abende,                  Gespräche und Diskussionen)

-          Bar ( für die unvergesslichen Momente)

-          Stammkneipe ( für deine günstigen Getränke )

-          Fernseher ( für die vielen Heimsiege )

-          Phoenix Knights

-          Und überhaupt alle die diese Zeit so unvergesslich gemacht haben

-          … und natürlich an die beste Freundin auf Erden

 

Am Montag hieß es Abschied nehmen und seit dem bin ich mit Malte unterwegs, sind gerade in der Nähe von Durban. Morgen geht es nochmal an der Küste entlang und dann geht es ins Inland in den Kruger National Park –nach Johannesburg – Botswana – Namibia - Capetown – und dann ein zweites Mal die Garden Route runter nach PE wo es dann Mitte Januar wieder nach Deutschland geht. Ich versuche hier immer mal ein paar Fotos von unserem Trip zu zeigen … Hoffentlich kommt ihr alle gut durch den Orkan der ja anscheinend gerade bei euch wütet, bis die Tage und machtet jut.

Botha Boys... Stammkneipe Botha House... ... Uni... die Maus ist immer mit dabei... 1.Stop im Hostel ... Esel am Strand... Kühe am Strand... ...und weiter gehts!

Gehört hier irgendjemandem dieser Hund?...

Dienstag, 19.11.2013

…waren die Worte des Professors 5 Minuten vor Prüfungsbeginn, in der mit über 400 Studenten bis zum Rand gefüllten Turnhalle nachdem ein Mädchen in Panik und mit einem lauten Schrei von ihrem Platz aufsprang und zum Ausgang hechtete. Er gehörte niemandem und wurde nach einer kleinen Jagd zwischen den Tischen hindurch dann vor die Tür gesetzt. 2/3 sind geschafft, das war letzte Woche Montag. Danach sind wir dann erst mal für 3 Nächte in ein Guest House am Meer mit ein paar anderen Internationals gefahren um mal abzuschalten und einfach nichts zu tun. Leider hat es die ganze Zeit nur durch geregnet. Sommerzeit bedeutet hier anscheinend auch Regenzeit. Jetzt muss erst mal weiter gelernt werden da nächsten Montag die letzte Klausur ansteht und die Zeit in G-Town sich dem Ende neigt. Wir müssen nämlich 48 Stunden nach unserer letzten Klausur das Zimmer in unserer Residenz räumen. Dann werden Malte und ich noch ein paar Tage bei einem Kumpel von Malte wohnen bevor wir dann Anfang Dezember unseren Abenteuer Trip durch Südafrika und einige Nachbarländer starten.

Von den vielen Stromausfällen hab ich ja schon oft genug erzählt. Jetzt haben wir allerdings einen Campusweiten Wasserausfall. Das ist allerdings auch nicht das erste Mal aber unsere Residenz ist davon bis jetzt immer verschont geblieben im Gegensatz zu den Häusern am Berg. Am Anfang des Semesters gab es auch schon mal für stolze 9 Tage kein Wasser. Wasserhähne und Toilettenspülung funktionieren zum Glück noch. Wie das letzte verbliebene Wasser aussehen kann zeigt ein kleines Video was Malte in seinem Zimmer aufgenommen hat. Damit verabschiede ich mich für dieses Mal…

http://www.youtube.com/watch?v=H61DHFf4eBI&feature=youtu.be

Federmappe ExamStyle entspannen... ...und weiter gehts! Nur noch eine Woche!

1/3

Dienstag, 05.11.2013

So da bin ich mal wieder. Die erste von 3 Examen ist geschrieben und der Stoff somit aus meinem Gedächtnis gelöscht, um Platz für die nächste Klausur zu schaffen. Der Sonntag vor der ersten Klausur und dem ersten Prüfungstag an der Uni war allerdings nochmal kurios. Ca. 1 Stunde vor Sonnenuntergang fiel mal wieder der Strom aus. An sich nichts ungewöhnliches, allerdings hatten fast alle Studenten an dem Montag ihre erste Prüfung und da Studenten bekannter weise ja auch gerne mal auf den letzten Drücker noch lernen brach eine milde Panik auf dem Campus aus. Kurz darauf klingelte auch schon mein Handy und ein verzweifelter Malte war an der Strippe. Von ihm habe ich dann erfahren, dass die Bibliothek noch Strom hat und man sich beeilen sollte wenn man nicht auf dem Boden sitzen möchte. Also Sachen gepackt und ab zur Bib … so etwas habe ich noch nicht erlebt, als ob es Freibier in der Bib geben würde. Nach einer Stunde war dann zum Glück der Strom wieder da und die Lage hat sich entspannt. Ich gehe die Tage aufjedenfall mal einkaufen und decke mich mit Taschenlampen und Batterien ein…

Letzte Woche Sonntag sind Mama und Papa vorbeigekommen um ihrem ältesten mal einen Besuch abzustatten. Papa hatte sich mal wieder ne schöne Erkältung eingefangen bei dem ereignisreichen Trip von Kapstadt runter nach G-Town. Wir sind dann direkt in den Addo-Elephant-Park, den 3. größten Nationalpark in Südafrika gefahren, wo wir dann auch eine Nacht gepennt haben…

Unsere Unterkunft... ... süßer Kerl oder? komische Hühner Zebris ... Timons und Pumbaas ... kleines Vögelchen ... kommt euch was bekannt vor? Leopardenschildkröte am Wegesrand (eine der leider keine trinkenden Tiere, aber auch so schön Kudu Moppeds Ostrich ein einsamer Elefant ... ... und schon wieder ein kleiner Vuk ... ein etwas ungeschickter Käfer als Erdhaufen getarnter Elefant Büffel Büffelherde wir waren zuspät und zum Schluss noch ein paar Giraffen auf dem Weg nach Hause

Danach waren wir noch 3 Tage in G-Town und ich habe eine kleine Campusführung und Zimmerbesichtigung gegeben. Abends haben wir uns dann immer schön in diversen Restaurants den Bauch vollgeschlagen…

Mein Zimmer... so, Campusrundgang beendet... ...kleiner Spaß ... ... ... ... Stärkung Botanischer Garten ... bewölktes G-Town schön ist anders

Die letzten 2 Nächte haben wir dann im Guest House im kleinen Port Alfred am Meer verbracht und außerdem versucht, Papas in Nähe Kapstadt erworbene Weinvorräte zu vernichten. Nicht traurig sein Papa, dass wir es nicht ganz geschafft haben...

Das Guest House ... und wieder Essen der kleine Hafen ... Kenton on Sea ... ... einmal muss man im Indischen gewesen sein ,,, lecker Weinchen ...

Vielen Dank für diesen schönen Besuch! Und natürlich auch für die schönen Geburtstagsgeschenke! :-)

Ich hoffe Leon und Luis haben das Haus stehen gelassen. Bis Januar, schööö…

 

Leavers Dinner…

Dienstag, 22.10.2013

Da hier gerade die letzte Vorlesungwoche für dieses Jahr läuft und ab Anfang November die Prüfungen anfangen, ergreife ich derzeit jede Möglichkeit um mich vom lernen abzuhalten. Deswegen gibt es jetzt noch einen Eintrag...

Letzte Woche hatten wir unser zweites großes Dinner. Das „Leavers Dinner“ ist, wie der Name schon sagt, ein Dinner für alle die nächstes Jahr nicht mehr in eines der 4 Häuser der Founders Hall zurück kommen werden. Die einen sind fertig mit ihrem Studium, die anderen brechen ab, wechseln die Uni, ziehen in eigene Wohnungen „off-Campus“ , oder fliegen zurück nach Deutschland. Nach 1 ½ Stunden voller Reden, Preisverleihungen und musikalischen Einlagen kam dann auch endlich das Essen…

Achja, Mutter und Vatter sind übrigens gut am Sonntag in Kapstadt gelandet und erkunden gerade die Stadt...nächsten Sonntag schauen die dann mal bei mir in G-Town vorbei... vor der Hall ... stundenlange Rede vom Hall Oberhaupt die Jungs kleines Andenken

Schwarz und Weiß...

Sonntag, 20.10.2013

Auch wenn das Ende der Apartheid jetzt schon fast 20 Jahre zurück liegt, kann man immer noch eine Art Rassentrennung erkennen bzw. spüren. Es gibt hier 2 größere Supermärkte in der Nähe vom Campus, in den einen gehen überwiegend weiße und in den anderen überwiegend schwarze. Woran das liegt kann ich allerdings nicht sagen. An unserer Uni sind gefühlt mehr schwarze als weiße Studenten. Die meisten schwarzen die ich bis jetzt kennen gelernt habe kommen allerdings nicht aus Südafrika, sondern aus anderen afrikanischen Ländern wie Zimbabwe, Mozambique, Namibia, Tansania uvm. Der Großteil der in Südafrika lebenden schwarzen ist immer noch arm und unterbezahlt, obwohl sie seit fast 20 Jahren dieselben Rechte haben wie die weißen. Bei uns in der Dininghall kann man manchmal beobachten,  dass an einem Tisch nur schwarze und dem anderen nur weiße sitzen. Das liegt manchmal allerdings auch daran, dass die meisten schwarzen neben Englisch auch noch eine andere Sprache sprechen und sich an dem Tisch dann halt nur in eben dieser einen unterhalten. In Südafrika gibt es nämlich neben Englisch und Afrikaans noch 9 weitere Amtssprachen die teilweise für uns Europäer unmöglich sind auszusprechen. Leider musste ich auch feststellen, dass hier einige weiße Studenten den schwarzen immer noch rassistisch gegenüber stehen. Das äußern diese jetzt nicht laut öffentlich aber in ein paar Gesprächen unter vier Augen hat man das dann schon hin und wieder gemerkt. Das ist mit Sicherheit auch umgekehrt so, aber da ich ja bekanntermaßen weiß bin hat sich bis jetzt noch kein schwarzer rassistisch gegenüber mir geäußert. Ich komme hier jedenfalls mit allen die ich bis jetzt kennengelernt habe super klar. Einmal hat sich ein weißer vor unserer Kneipe an der Schlange für Hot Dogs nach ganz vorne gestellt, begründet hat er das mit seiner Hautfarbe und dass die Apartheid ja wohl noch nicht so lange her wäre und er somit als erster bedient werden möchte. Diese Entscheidung, vor allem mit dieser Begründung war äußerst unklug denn er wurde daraufhin von ein paar schwarzen einen Kopf kleiner gemacht. Also wie ihr seht ist dieses Land immer noch voller Spannungen und bis eine wirkliche Gleichberechtigung, vor allem in den Köpfen der Menschen eintritt, werden wohl noch viele Jahre vergehen…

 

 

 

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